Marcel Schreiter

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Marcel Schreiter baut „Cigar-Box-Guitars“.

Ungern seinen Ursprungsort erwähnend, lebt Marcel seit circa 10 Jahren in Leipzig und auf dem Lande. Nach Gelegenheitsjobs, einem Studium zum Medien- Kultur- und Filmwissenschaftler und diversen Auslandsaufenthalten ist er immer noch gelegentlich im Stadtteil unterwegs.

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Die letzten Jahre widmete er sich Osteuropa. Gegenwärtig produziert er einen Dokumentarfilm in Rumänien. Darüber hinaus hat er sich mit Dokumentarphotographie beschäftigt. Seine Aufnahmen sind Gepräge seiner eigenen Vergangenheit mit dem Blick auf vermeintlich leicht Übersehbares. Dabei stehen seine Photographien für Geschichten, die das Leben so hinschreibt..  (http://kirschbaum-pictures.de)

Gelegentlich widmet sich Marcel aber auch der Konstruktion von:

„Cigar-Box-Guitars“

„Irgendwann kam der Blues. Und dass Zwangsläufig; denn wer die Augen vor der Welt nicht verschließt, kommt zwangsläufig zum Blues.“

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Blues als Lebensgefühl, Ausdrucksmittel und Verbündeter: Dazu bedarf es keinem Musikstudium oder einer Gitarrenbau- Ausbildung. Es braucht Saiten, eine (Zigarren-)Kiste, Schrauben, Holz und etwas Geschmack beim zusammenbringen. Dazu: Zeit. Spielfreude. Und etwas Blues.

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Jede „Cigar-Box-Guitar“ ist ein Unikat. Zwei Modelle sind im WestFach zu sehen, zu spielen und auch zu erwerben. Es gibt einen Verstärker und auch Bottle neck’s.  Also: Ausprobieren!

t.


„CBG – Cigar Box Guitars – The grandfather of the blues guitar

Ursprünglich wurden diese, aus Zigarrenkisten gebauten Instrumente in den USA von den Wanderarbeitern und Sklaven entwickelt, da Instrumente teuer und schwer zugänglich waren.                                                                                                       

Bis heute gelten sie als die Ursprungsinstrumente des Blues. Und das ist auch genau der Stil für welchen die Gitarren ausgelegt sind. Dabei gibt es nur eine Regel: Es gibt keine Regeln. Es gibt nur den Blues. Daher gibt es auch alle möglichen Varianten, wie z.B. das klassische Diddley Bow mit einer Saite, Gitarren bis hin zu 12 Saitern, Banjo, Fiddel, Bass usw.                                                             

Gespielt werden die Gitarren zumeist mit dem Bottle neck Slide, daher auch der hohe Abstand von Saite zu Griffbrett. Bei der Stimmung ist ebenfalls alles möglich. Wobei die klassische 3 Saiter auf ein offenes G gestimmt wird, also GDG. Und so hat auch jede Gitarre ihren eigenen, unverkennbaren und oftmals rauen Sound.

In den letzten Jahren kam dann noch der Tonabnehmer für den Verstärker hinzu, welcher die Möglichkeiten der Soundgestaltung um einiges erweitert hat und eine erneutes Aufleben des Kultes bewirkt hat.“

M.Schreiter