Ladeneröffnung

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Liebe Leute,

nach ersten Verzögerungen ist es nun soweit. Es beginnt die Ausbauphase. Nun werden wir regelmäßig im Laden anzutreffen sein, wo wir allerhand zu tun haben. Unter anderem Fenster abbrennen, abschleifen und einölen. Dabei freuen wir uns über eure Hilfe. Denn schließlich ist das gesellige werkeln auch das schönere.

Die ersten Spachteleien sind schon gemacht, sagen wir mal so 4% vom Gesamtprodukt. (Zu danken haben wir schon mal Ezra, der uns ein Schleifgerät geliehen hat.)

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Hier sieht man Lukas mit einem Föhn (auch Heißluftdusche) den alten, seit Gründerzeiten mehrmals übertünschten Fensterlack erhitzen. Das stinkende, schwermetallhaltige Gas verlässt die Räume durch das offene Fenster. Bis zum Bioladen war seine gefährliche Arbeit zu riechen.

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Noch sieht die Karl-Heine Straße ganz harmlos aus. Wie hier auf dem Photo ganz gut zu erkennen ist.

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Vielen Dank auch an Goldi, der so frei ist, uns einen echten Spachtel zu leihen.

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Die – nach einer Art Dornröschenschlaf unter Lack – freigelegten „Original“ Plagwitzer Holzprofile werden mit etwas Leinöl und Hartölwachs aufgearbeitet. Das Ergebnis ist eine ausgefallene Struktur und eine herausfordernde Grundlage für Sprühdosenlack aller Couleur.

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Hat dieser Kanalbau begeisterte Herr Doktor vielleicht schon mal hier im Laden gestanden oder von Draußen geillert? Jedenfalls wäre er von dem Gründer-Enthusiasmus darin begeistert. (Nur eine Wasserstraße wäre noch schöner oder eine alte Schmalspurbahn, die uns mit Schleifpapier und Mittagessen versorgte.)

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Auch im Februar lassen die Freiwilligen nicht ab, die Fensterrahmen zu föhnen und abzuschleifen. (Es ist anstrengende Arbeit, die ich aus einem gewissen Abstand fotografiert habe.)

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Ein Spachtel. Zwischen schwarzem Stromkabeln. Dazu SchabeLack.
Sagen wir mal. Freundschaftspreis.

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Auf dieser im verlassenen Straßenbild gefundenen Leiter haben schon Generationen von kleinen Angestellten und Handwerkern Lohnarbeit vollzogen. Aber auch bei Arbeiten im Freizeitbereich hat diese Leiter stets gute Dienste geleistet. Nur, sie wackelt etwas sehr.

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Pünktlich zum Karneval tragen die fleißigen Helfer und Helferinnen ihre Masken zur Schau.

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Das moderne Rollgerüst erspart den zeitaufwendigen Umbau.

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Endlich: die Ponnys Ricki und Nicki haben ein neues Zuhause gefunden. Beide mögen Möhren. Dazu werden sie gern gestreichelt.

 

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„Erinnert mich zu sehr an Oberbayern. Aber es ist ja euer Laden.“, bekundete unlängst ein höheres Amt aus der Verwaltungsebene. Wir lassen diese Kritik gelten.

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Prominenter Besuch. Jil Scott Heron? Im Westwerk/Westfach! Lassen Sie es sich nicht nehmen, uns zu besuchen. Wohl möglich könnten Sie der Auftakt sein, zu weiteren, goldenen, erlesenen Gästen.

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Juni.Ĵuli, August und September. Die Monate flossen ins Land wie transparente Meeresquallen. Dabei ist soviel geschehen. Zum Beispiel:

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Westwerkgemüse. (Wurde leider nächtlich entwendet!) Zweckdienliche Hinweise: Kontakt

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Bademantelmode im Westfach. Promotion by „Flopmann und Flau“

WEsTFaCH – STERÖfFNUNGSFEiER!

Wir begutachten die neue Kasse, die ein Gönner auf seiner geschäftlichen Durchreise für uns erübrigte.

Die ersten Gäste trudeln ein. Das Buffet gilt als eröffnet.

Noch muss retrograde Konservenmusik die Gaumenmuskeln akustisch untermalen; dem Pianisten fehlen schlichtweg ein paar Kabel, Boxen und ein Piano.

Während dessen gelingt es einigen Anwesenden…

… doch da beginnt dann die Musik. „Floppmann und Flau“ reiben sich gemütlich die für Ihre Künstler zerschundenen Hände.

Gleich fallen sich die Leute in die Arme.

In den Pausen werden komplex- koplizierte menschliche Machenschaften erörtert, deren resultate…

oft subjektiven Charakter aufweisen.

Natürlich wird auch frei Hand gezeichnet. Niemand möchte sein Talent heute ungenutzt nach Hause tragen…

… sie gerne Turnschuhe?

Und mit wie vielen Stiften machen Sie gewöhnlich Ihre Planskizzen, wenn Sie nicht gerade etwas besseres zu tun haben?

Lustige Kinder tollten infaltil herum. Sie konnten später kaum erklären, was sie an diesem Abend am schönsten fanden.

Aber auch im Außenbereich ging es zur Sache. Upcycling – Spielzeug vom feinsten sorgte für genügend Spielspaß.


Die freundliche WESTWERK – Verwaltung stellte uns in ihrer gönnerhaften Art ein Teil der großen Halle zur Verfügung. Hier wurde nach Herzenslust randaliert!

Die Überwachungskamera bot eindeutige Beweise.

Über den Rest des PKW’s können wir weder eine Aussage machen, noch ist es uns juristisch angeraten, darüber zu sprechen.

Die Augenzeugen amüsieren sich prächtig. Keiner hat etwas gesehen.

Die Gespräche, der subversive Kontext in Spiegelbild der sinnlich erlebbaren Kunst, geballt und gepaart in Nebelwerk der Reproduzierbarkeit von Idee, Motiv und Medium, ließen die Gedanken abdriften.

Hier in der Final-Erkenntnis zu sehen.

Mit einer herkömmlichen Schreibmaschine hätte man alles Wesentliche notieren können. Die meisten Gedanken sind schon wieder vergessen.

Es wurde Nacht. Die WestFach – Eröffnungsfeierlichkeit zerstob.

Nur der wache Wachhund wachte über die restliche Nacht, bis zum anbrechenden Morgen.

Oktober/November 2017: Mitlerweile ist der Kreis an Ausstellern gewachsen.

„Duplo&Phil“ richten sich ihr Regal ein.

 

 

 

One thought on “Ladeneröffnung”

  1. Hi, Sophia und alle anderen WestFach-Gestaltenden…
    habe gerade eure Website entdeckt und mich gefreut!
    Sieht ja richtig groß aus… Wow – da wart ihr aber echt fleißig!

    Komme euch ganz bestimmt mal in Leipzig besuchen…
    Vielleicht miete ich auch ein kleines Plätzchen, für meine Filzsachen und Medikissen…

    liebe Grüße aus der Elsteraue
    Grit

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